Studieren in Erlangen


Das Institut für Klassische Archäologie der Universität Erlangen-Nürnberg bietet die einmalige Möglichkeit, die Kulturen Griechenlands und Roms im Rahmen der gesamten materiellen Menschheitsgeschichte bis zum Ende des byzantinischen Reiches im 15. Jh. n. Chr. zu studieren. Die Verzahnung mit der Ur- und Frühgeschichte auf der einen, der christlichen Archäologie auf der anderen Seite bietet die Möglichkeit, die Objekte der griechischen und römischen Mittelmeerraums durch die Brillen anderer Archäologien zu betrachten – und die Gelegenheit, auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen so unterschiedlichen Welten wie etwa den steinzeitlichen Kulturen und der byzantinischen Welt zu stoßen. Der Studiengang vermittelt damit ein weites Spektrum archäologischer Kenntnisse und Methoden, ein Spektrum, das von den Fragen nach Bildern und Lebenswelten bis hin zur Erlernung modernster Feldforschungsmethoden reicht.

Das Institut für Klassische Archäologie kooperiert, unter anderem durch regelmäßige, gemeinsame Lehrveranstaltungen, zum einen eng mit dem breiten altertumswissenschaftlichen Fächern unserer Universität, aber auch mit den Archäologien und Altertumswissenschaften der Nachbaruniversitäten. Das Fächer- und Methodenspektrum des Studiengangs „Archäologische Wissenschaften“ der FAU Erlangen-Nürnberg wird dadurch ideal ergänzt.

Das Studium der Klassischen Archäologie an der FAU Erlangen-Nürnberg bietet eine außerordentliche große Vielfalt an Perspektiven auf die antiken Kulturen Griechenland und Rom. Mit den Kerngebieten der Klassischen Archäologie liegen die Schwerpunkte zum einen auf der Welt der antiken Bilder, also der Frage, welche Informationen uns Skulptur und Malerei, aber auch die zahllosen Darstellungen auf Alltags- und Gebrauchsobjekten über die Vorstellungen, Verhaltensweisen und Lebensformen der antiken Menschen liefern können. Aktuelle Methoden der Bildwissenschaft, die zunehmend neue Horizonte der antiken Lebenswelt erschließen, nehmen dabei in der Lehre eine besondere Rolle ein. Mit einem Forschungsschwerpunkt in der minoisch-mykenischen Archäologie bietet Erlangen ein andernorts nur selten anzutreffendes, klassisch-archäologisches Spektrum vom zweiten Jahrtausend vor Chr. bis in die Spätantike.

Klassische Archäologie in Erlangen heißt Vergangenheit zum Anfassen, denn der Studiengang „Archäologische Wissenschaften“ betont durch seine hohen Praxisanteile die konkrete Arbeit am Objekt. Studentinnen und Studenten steht dabei eine Sammlung offen, die mit zahlreichen Einzelobjekten aus allen Epochen der Antike zu den größten Universitätssammlungen Deutschlands gehört. Jedes Semester bietet eine reiche Auswahl an Übungen zu antiken Münzen, Vasen und Steinartefakten und damit die Möglichkeit, direkt am und mit dem antiken Artefakt zu arbeiten. Die Konzeption von Ausstellungen und museumsdidaktische Übungen gehören dazu ebenso wie das Erlernen praktischer Bearbeitungsmethoden wie etwa das Zeichen antiker Keramik. Häufige Exkursion in europäische Sammlungen und den Mittelmeerraum runden – ebenso wie die exzellente Bibliothek und die große Sammlung an Abgüssen antiker Statuen – das Profil der Erlanger Archäologie ab.