Neues Forschungsprojekt gestartet

Zum 01.05.2021 startete das neue Forschungsprojekt „Die Privatsammlung Georg Dehn und die Antikensammlung Erlangen“, das durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste finanziert wird.

Dr. Georg Gerleigner wird in dem Projekt die Hintergründe und Umstände des Verkaufs der Münchner Privatsammlung „Dehn“ untersuchen, von der zahlreiche Stücke Ende der 30er und Anfang der 40er Jahre des 20. Jahrhunderts in die Erlanger Antikensammlung gelangten. Erste Nachforschungen ergaben, dass es sich nicht, wie bisher gedacht, um den Verkauf aus dem Nachlass eines Sammlers durch dessen „Witwe“ Wiltrud Dehn handelte. Stattdessen ereignete sich der Verkauf zu Lebzeiten des Sammlers Georg Dehn – nach den rassistischen Kriterien nationalsozialistischer Ideologie ein „Nicht-Arier“ –, und wurde vermutlich nur nominell von seiner – nach denselben Kriterien „arischen“ – Frau durchgeführt, ein halbes Jahr vor der Flucht der Familie nach Ecuador.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.